| Nach dem Krieg |
Am 17.12.1946 gab es mit
D 163/164 erstmalig wieder eine Zugverbindung Hoek van Holland - Basel
SBB, die im Folgejahr 1947 auf deutscher Strecke in einen FD umgewandelt
wurde.
Die Verkehrsbeziehung London
- Holland - Schweiz wurde 1948 so beschleunigt, daß FD 163/164 zwischen
Hoek van Holland und Basel nicht mehr als Tag-Nacht-Verbindung, sondern
als reine Tagesverbindung wie vor dem zweiten Weltkrieg gefahren werden
konnten, die Reisegeschwindigkeit stieg dabei von 41,4 bzw. 40,1 auf 56,2
km/h auf dem deutschen Streckenabschnitt. Zum 2. Oktober 1949 erfolgte
eine nochmalige Beschleunigung, wobei die Reisegeschwindigkeit nordwärts
auf 57,8 km/h und in südlicher Richtung auf 58,6 km/h anstieg. In
Basel SBB wurde ein Anschluß nach Rom hergestellt. |
| Der
F-Zug |
Am 20. Mai 1951 kam es in
Deutschland zur Einführung des blauen F-Zug-Netzes.
Da FD 163/164 zur schnellsten Verbindung Holland - Schweiz ausgestaltet
wurde, erhielt das Zugpaar im Hinblick auf die Vorkriegstradition den Namen
'Rheingold-Express'. Durch Korrespondenz- und Flügelzüge in Köln
konnten neu Brüssel, Amsterdam, das Ruhrgebiet im Norden, Wien, München,
Meran, Venedig, Rom und Chur im Süden an diese Verbindung angeschlossen
werden. Der Flügel Köln - Oberhausen - Emmerich - Amsterdam erhielt
die Zugnummer F 263/264.
Im Gegensatz zum Vorkriegs-Rheingold
verkehrte der Zug nun über Eindhoven - Venlo statt über Utrecht
- Arnheim - Emmerich. Insgesamt wurden für diesen Einsatz 23 Schürzenwagen
der Bauartgruppe 39 und 3 Packwagen der Bauartgruppe 37 im Rahmen der Wagen-wiederaufbereitungsprogramme
'Ida' und 'Cilly' hergerichtet. Die Wagen trugen eine blaue Farbgebung
und trugen die Eigentumsbezeichnung 'DEUTSCHE BUNDESBAHN' in erhabenen
Lettern. Zunächst bestand die Garnitur nur aus Sitzwagen ABC4üe-39/51,
später kamen noch AB4ü und C4ü hinzu.
Die Bespannung des Rheingoldzuges
wurde mit Lokomotiven der Baureihen 01, 01.10, 03 und 03.10 durchgeführt,
zwischen Köln und Kaldenkirchen kam auch die BR 41 zum Einsatz. |
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Komposition F 163/164 1951 |
Das Fahrplanjahr 1952 brachte
für den stark belasteten Rheingold-Expreß eine neue schnelle
Tagesverbindung F 9/10 Basel SBB - Hoek van Holland über Mannheim
- Mainz - Köln - Venlo mit Flügelzügen F 21/22 Innsbruck
- Kufstein - München - Würzburg - Frankfurt - Mainz - Köln
- Essen - Dortmund, die in Köln miteinander zusammengeschlossen waren.
Beide Züge führten den Namen 'Rhein-Pfeil'.
F 21/22 befuhr den Abschnitt
München - Innsbruck nur in den Zeiten der Hochsaison im Sommer und
Winter. Zwischen Köln und Mainz waren beide Züge miteinander
vereinigt. Aufgrund der vertraglichen Rechte führte F 9/10 einen blauen
ISG- Speisewagen, F 21/22 einen roten DSG-WR nur zwischen München
und Mainz. |
| Auf Wunsch der Briten wurde
1953 eine Änderung der Namen bei den Zügen F 9/10 und F 163/164
vorgenommen. Die Namen 'Rheingold' und 'Rhein-Pfeil' führten in Großbritannien
zu Verwechslungen. Der bisherige Rhein-Pfeil F 9/10 erhielt als der schnellste
und qualitativ beste Zug mit nur 1. und 2. Klasse den Namen 'Rheingold-Express',
F 163/164 erhielt den Namen 'Loreley'. F 9/10
wurde zu einer Tagesverbindung Hoek van Holland - Mailand ausgebaut und
erhielt außerdem einen Kurswagen Hoek van Holland - Rom. Auch F 21/22
erhielt den Namen 'Rheingold-Expreß". |
| Im Fahrplanjahr 1953/54
erreichte der Rheingold-Expreß etwa die gleiche Reisezeit und damit
auch Reisegeschwindigkeit wie der alte Rheingold im Jahre 1939. Die gemeinsame
Führung von F 9/10 und F21/22 zwischen Köln und Mainz wurde aufgegeben.
Zwischen Köln und Venlo übernahmen Lokomotiven der Baureihe 23
die Beförderung des Rheingold. |
| Ab 1954 verwendete die DB
den Namen 'Rheingold' ohne den Zusatz 'Expreß'. |
| Zum Jahresfahrplan 1954/55
wurde der aus (Kufstein -) München kommende rote DSG-Speisewagen
bis Dortmund verlängert, im Juni 1955 ging die Bewirtschaftung des
Stammzuges auf seinem ganzen Lauf zwischen Basel und den Niederlanden von
der ISG auf die DSG über. |
Im Jahre 1956 ging die Deutsche
Bundesbahn zum Zweiklassen-System über: die bisherige 3. Klasse wurde
zur 2. Klasse, während die frühere 1. und 2. Klasse zur neuen
1. Klasse zusammengefaßt wurde. Sämtliche F-Züge führten
nunmehr nur die 1. Wagenklasse, die bisherige Sonderstellung von F 9/10
und F21/22 mit bisher alter 1. und 2. Klasse gegenüber den restlichen
F-Zügen nur mit alter 2. Klasse entfiel.
Die jetzt in Serie gebauten
Diesellokomotiven der Baureihe V 200 kamen auch vor dem Rheingold zum Einsatz.
In den Niederlanden wurden die Dampflokomotiven der Reihe 3900 von Elektrolokomotiven
abgelöst. |
| Im Sommer 1958 erschien
der Name 'Rheinpfeil' wieder, diesmal in einem Wort geschrieben und nur
für das F-Zug Paar F 21/22 München - Dortmund. Anstelle der Vorkriegs-Schürzenwagen
kamen 26,4 m lange A4ümg-54 zum Einsatz. Der DSG-Speisewagen wurde
über Basel SBB hinaus bis Luzern verlängert. Hinzu kamen fünf
zusätzliche Kurswagenläufe Luzern/ Zürich/ Interlaken Ost/
Amsterdam und Hagen/ Dortmund - Venlo - Hoek van Holland. |
1959 wurde F 9/10 weiter
beschleunigt; die Flügelzüge F 21/22 wurden zeitlich angepaßt.
Durch die Inbetriebnahme der neuen Umgehungskurve in Ludwigshafen entfiel
das Kopfmachen in Mannhein, F 9/10 wurden zwischen Mannheim und Mainz linksrheinisch
über Worms geführt.
Sowohl Rheingold als auch
Loreley wurden nun zwischen Kön und Basel SBB durchgehend elektrisch
bespannt.
Das Zugpaar erhielt einen
Kurswagen von und nach Chur, während die im Vorjahr eingeführten
Kurswagen wieder entfielen. Der Speisewagen wurde wieder auf Basel SBB
beschränkt. |
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Der neue Rheingold 1962-1965 |