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Rheingold-Express 1928-1939
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Der Anfang
Die europäische Fahrplankonferenz beschloß im Oktober 1927 in Prag auf deutsche Initiative die Einführung eines neuen Luxuszuges, um England, Holland, Deutschland und die Schweiz enger miteinander zu verknüpfen. Die Deutsche Reichsbahn wollte so den Wettbewerb mit dem Pullmannzug "Edelweiß" aufnehmen, der die Niederlande mit der Schweiz auf der kürzeren Strecke über Luxemburg und Straßburg verband und deutsches Gebiet nicht berührte. Nach dem geheimnisvollen Schatz der Nibelungen erhielt der Zug den Namen "Rheingold".
Der alte Rheingold
Am 15. Mai 1928 kam es zur Einführung des als 'Rheingold' bezeichneten und unter der Zugnummer FFD 101/102 gefahrenen Luxuszuges, der von Basel SBB über Freiburg - Baden-Oos - Karlsruhe - Mannheim - Mainz - Köln - Düsseldorf - Duisburg nach Hoek van Holland verkehrte, über einen Flügelzug ab Utrecht wurde Amsterdam angebunden. In Basel SBB vermittelte er Anschlüsse von und nach Genf, Luzern und Zürich, in Hoek van Holland bestand Anschluß über die Kanalfähren nach London.
Vom 1. Juli bis 10. September wurde der Zug bis Luzern durchgeführt, vom 11. September bis 29. Juni war in Basel SBB für einen guten Anschluß nach Luzern gesorgt.
Mit Einlegen des 'Rheingold' entfielen die bisherigen F 163/164, die in einen dreiklassigen D-Zug umgewandelt wurden, im allgemeinen in ihren Fahrplanlagen verblieben und auch die gleichen Wagengruppen wie vorher als FD beförderten.
Die Bespannung erfolgte in den Niederlanden mit Dampflokomotiven der Reihe 3800, in Deutschland zwischen Arnheim und Mannhein mit Lokomotiven der Baureihe 18.4-5 (bay. S 3/6) der Serien d, e und später auch der Serie k. Zwischen Mannhein und Basel wurde der Rheingold mit Lokomotiven der Baureihe 18.3 (bad. IVh) bespannt. In der Schweiz kamen Elektrolokomotiven der Reihe Ae 4/7 zum Einsatz.
Im Jahre 1929 erhielt das Salonspeisewagen-Zugpaar in der Saison neben dem bereits bestehenden Flügel ab und bis Luzern einen solchen ab und bis Zürich. Zur Verstärkung der Züge wurden weitere Salonwagen SB4ü-29 und SB4ük-29 beschafft.
Da zwischen Mannheim und Basel bis 1934 ein zweiter Gepäckwagen als Schutzwagen benötigt wurde, wurden Ende April 1928 die beiden badischen Gepäckwagen Pw4ü Bad 06 Karlsruhe 90035 und 90051 (ab 1930 107596 und 107892) sowie im Mai 1928 die peußischen Pw4ü Pr 16 Karlsruhe 90062 und 90063 (ab 1930 107976 und 107986) hergerichtet, sie erhielten den violetten Sonderanstrich.
Insgesamt sind 29 'Rheingold'-Wagen beschafft worden, die sich auf folgende Gattungen verteilen:
5 Wagen 1. KlasseSA4ü-28
5 Wagen 1. Klasse mit KücheSA4ük-28
10 Wagen 2. KlasseSB4ü-28/SB4ü-29
6 Wagen 2. Klasse mit KücheSB4ük-28/SB4ük-29
3 PackwagenSPw4ü-28
Zugbildung 1928
Ab 1930 wurden auf der Strecke Mannheim - Basel versuchsweise die neuen Einheitslokomotiven der Baureihe 01 (01 077-181) vom Bw Offenburg aus eingesetzt. In den Niederlanden ging die Zugförderung auf Lokomotiven der Reihe 3900 über.
Aufgrund des Verkehrsrückgangs infolge der Weltwirtschaftskrise wurde der Rheingold im Jahre 1932 auf Basel beschränkt, die Kurswagen nach Luzern und Zürich verkehrten ab Basel im Konkurrenzzug 'Edelweiß'. Die Fahrzeiten zwischen Hoek van Holland und Basel konnten um etwa 1/2 Stunde beschleunigt werden.
1933 wurde der Rheingold auf dem Laufweg Basel SBB - Amsterdam/Hoek van Holland beschränkt, behielt jedoch die Kurswagen von Zürich und Luzern; für FFD 102 wurde ein Halt in Emmerich eingeführt.
1934 kam es zum Umbau von SB4ü-28 in Salonwagen 1./2. Klasse mit kleiner Küche SABü-28/34. Diese Wagen fuhren nun ab 1935 fast in jedem Rheingold-Zug, während die Küchenwagen 2. Klasse und die Wagen 1. Klasse ohne Küche in der Garnitur manchmal fehlten.
Nachdem dem Bw Offenburg Ende 1933 weitere 01 zugingen, wurden die badischen IV h nach Koblenz, Bremen und Altona abgegeben. Zwischen Mannhein und Basel kam vor dem 'Rheingold' nun ausschließlich die BR 01 zum Einsatz.
Zugbildung 1935
FFD 101 erhielt 1935 auch in südlicher Richtung einen Halt in Emmerich.
1936 schaffte man den Sonderzuschlag ab und reihte den Zug unter F 101/102 ein, zur Unterscheidung von den übrigen FD- Zügen trug er aber die Bezeichnung "Salonwagenzug".
1937 wurden Bw Köln Deutzerfeld die Einheitslokomotiven 01 102 - 198 zugeteilt, die Baureihe 01 probeweise auch auf der Strecke Arnheim - Mannhein vor dem Rheingold zum Einsatz kamen. im Folgejahr wurde diese Bespannung planmäßig. Südwärts erhielt FD 102 einen neuen Halt in Koblenz.
1938 übernahmen die Einheitslokomotiven der Baureihe 01 planmäßig die Bespannung des "Rheingold" zwischen Arnhem und Mannheim. Die Kurswagengruppe Hoek van Holland - Zürich und Amsterdam - Zürich/Luzern wurde von den SBB nicht mehr übernommen, so daß der Zuglauf auf Basel SBB beschränkt werden mußte. Die Ursache war jedoch nicht politischer Natur, sondern lag darin, daß die SBB bei einer Verbesserung der Fahrzeiten auf den niederländischen und deutschen Streckenabschnitten und einer um drei Stunden späteren Abfahrtszeit des FD 101 in Basel die Kurswagenübergänge nicht mehr halten konnte. Durch diese Maßnahmen konnten die Reisegeschwindigkeiten auf dem deutschen Streckenteil von 79,5 bei FD 101 auf 87,0 km/H und bei FD 102 von 82,7 sogar auf 89,6 km/h angehoben werden.
Zum Sommerfahrplan 1939 wurde FD 101/102 zu einer durchgehenden Verbindung Hoek van Holland - Milano via Basel - Gotthard ausgebaut, wobei der Zug jetzt aus einem Pack- und mindestens vier Sitzwagen gebildet wurde, der Packwagen und je ein Wagen erster und zweiter Klasse liefen über die Anschlußzüge 68/RM (in der Gegenrichtung MR/61) bis Milano durch.
Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges gab es keinen Bedarf mehr für den grenzüberschreitenden zivilen Reiseverkehr, erst recht nicht für Luxuszüge. Auf den deutschen Bahnhöfen wurde mittels Plakatanschlägen die "Vorübergehende Betriebseinstellung" des "Rheingold" Eines der ersten Opfer, die der 2. Weltkrieg forderte, hieß verkündet - aus der vorübergehenden Einstellung wurden 12 Jahre.
Der Rheingold 1951-1962
Zuglauf
1928-1938101Basel SBB - Hoek van Holland/Amsterdam102 Hoek van Holland/Amsterdam - Zevenar - Duisburg - Düsseldorf - Köln - Mainz - Mannheim - Karlsruhe - Baden-Oos - Freiburg - Basel Bad - Basel SBB
1938Milano - Hoek van HollandHoek van Holland - Milano
Bespanung
NSHoek van Holland/Amsterdam - Zevenaar1928-1930Reihe 3700
1930-1939Reihe 3900
DRGZevenaar - Mannheim1928-193718.4-5
1937 Probe01
1938-1939 Plan01
Mannheim - Basel1928-193218.3
ab 1930 Probe0101 077-01 081
1932-1939 Plan01
SBBAe 4/7
Eingesetztes Wagenmaterial
ZugZeitraumWagen
Rheingold-Expreß1928 - 1939'Rheingold'-Salonwagen
Literatur
Friedhelm Ernst: Rheingold, Alba Verlag, Düsseldorf, 1971
Dr. Fritz Stöckl: Trans Europ Expreß, Rösler und Zimmer Verlag, Augsburg, 1971
Alfred B. Gottwald/Eduard Bündgen: Der Rheingold-Expreß, Motorbuch Verlag, 1981
Hans-Wolfgang Scharf/Friedhelm Ernst: Vom Fernschnellzug zum Intercity, Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg, 1983
Kupplung 66 - Januar 2006: Anstrich von Gepäckwagen für den Rheingold
Kupplung 70 - September 2007: Anstrich von Gepäckwagen für den Rheingold
Links
DSO: Frage zu den Packwagen des Rheingold 1928

Rheingold
1928-1939
1951-1962
1962-1965
1965-1987
Wagen
Zugbildung
1928 FFD 102
1935 FFD 102

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02.07.2012
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